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Die Verdauungskraft stärken!
und Darm sanieren! Über die Wichtigkeit einer guten Verdauung las ich wertvolles bei Stefan Schaub ("Die Krankheitsfalle"), bei Meyer zu Schwabedissen, bei Alexander Rosendorf und beim Vegetarier Henning Müller-Burzler (MB): Dezember 2011 Salz: ist notwendig für eine funktionierende Verdauung - für genügende Magen-Saft-Produktion (MB 39). Sonst werden Eiweiße nicht genügend verdaut. Geschwächte Verdauungsfunktionen sind schuld an vielen Krankheiten, besonders Allergien (Erbrochenes roch gar nicht sauer). Da Meersalz oft verunreinigt ist (Quecksilber...) wird eher Steinsalz aus dem Berg empfohlen. Alle Pflanzenfresser (Kuh, Schaf, ...) brauchen Salz, weil sie zu viel vom Gegenspieler Kalium in den Vegetabilien aufnehmen. (Pottasche; Densmore!)
Salzarme Diäten schaden:
MB hat sich durch das Meiden von Salz sehr krank gemacht.
Antisalzpropaganda mit fatalen Folgen (26 f). Die Verdauungskraft wurde
immer schwächer. Magnesium: Mg ist unbedingt notwendig bei der Synthese aller Proteine im Menschen, besonders der vielen Enzyme zur Verdauung - Enzymmangel: Völlegefühl, Blähung, gestörte Verdauung! siehe: magnesium.pdf
Verschleimung
des Körpers durch unverdaute Lebensmittel (MB 46 f): "Jedes
Lebensmittel kann den Körper verschleimen,
wenn es nicht richtig verdaut wird (wegen ungünstiger Kombination beim
Essen, wegen Salzmangel, ...). Allergien wegen gestörter Schutzbarriere der Darmschleimhaut (MB 63 f). Bei der Intestinalschranke handelt es sich um die normale Schutzfunktion der Darmwand, die ein Übertreten von nicht erwünschten Substanzen ins Blut verhindert (Barrierefunktion; beachte: Jonsson, Ursula "Die Basisallergie. So heilen Sie sich selbst von chronischen Krankheiten" ). Leaky-Gut-Syndrom ("durchlässiger Darm") heißt das Erkrankungsbild. Wird die Abwehrkraft des Immunsystems durch zu viele "Fremdkörper im Blut" überfordert, reagiert es mit mehr Antikörpern, als zur Bindung der Eindringlinge notwendig sind. Diese Antikörperüberproduktion, verbunden mit dadurch erhöhter Hormonausschüttung, wird dann zur Allergie. Durch erkrankte Darmflora wird die Darmschleimhaut "großporiger", so dass die nicht richtig zerlegten, unverdauten, größeren ...Moleküle ins Blut übertreten können - und Überreaktionen auslösen: Allergien...
Schädliche Nahrungskombinationen beim Essen stören die Verdauung:
4. Rohes Obst immer nur auf leeren Magen (nur als Vorspeise), weil es schneller verdaut werden kann - nie als Nachspeise, wodurch es zu lange hinter Fleisch- und Fett-Speisen "liegen bleibt" und in Gärung über geht.
Der folgende Artikel
von
Henning Müller-Burzler
ist im Magazin "ZeitenSchrift, Nr. 30 / 2001"
erschienen 1. Raffinierter Zucker ist der schlimmste Killer der Darmflora Wir sollten keinen raffinierten Zucker (chem. Saccharose) oder seine Nebenprodukte, wie Glukose oder Glukosesirup, zu uns nehmen. Aber auch der bereits auskristallisierter Roh-Zucker beziehungsweise Roh-Rohrzucker, braune Zucker und Kandiszucker ist keineswegs gesund. Vollraffinierter, weißer Zucker und etwas abgeschwächt auch der braune Rohzucker übersäuern unser Blut nämlich aufgrund des großen Vitamin- und Mineralstoffmangels, das führt zu mehr oder weniger ausgeprägten Vitamin- und Mineralstoffmängeln. Außerdem schädigen solche Zucker immer unsere Darmflora. Bereits ein bis zwei Teelöffel – das sind gerade 5 bis 10 Gramm – pro Tag reichen aus, damit die Darmflora erkrankt. (Kindern bei Durchfall nichts Süßes geben!) Je mehr voll- oder teilraffinierten Zucker wir zu uns nehmen, umso kränker wird die Dünn- und Dickdarmflora. Einerseits verschiebt sich das mengenmäßige Gleichgewicht der einzelnen Bakterienstämme und andererseits nimmt die Gesamtmenge der gesunden Darmbakterien ab. Je weniger gesunde Bakterien jedoch im Darm sind, umso intensiver können sich im Dünn- und Dickdarm verschiedene ungesunde Pilzstämme höher entwickeln, deren niedrig entwickelter Urstamm grundsätzlich physiologisch und damit immer vorhanden ist. Erst wenn die gesunden Darmbakterien abnehmen, können sich aus diesem Urstamm die krankmachenden Pilzstämme weiter entwickeln. Eine gesunde Darmflora hält somit das Wachstum aller pathologischen (=schädlichen) Pilzstämme in Schach. (Darmwürmer leben von KH, Getreide, Mehl, Zucker - Obstrohkost hält sie in Schach) Möchten wir eine gesunde Darmflora haben, sollten daher alle Faktoren gemieden werden, die unsere gesunden Darmbakterien abtöten. Neben den Antibiotika und Chemotherapeutika betrifft das vor allem den raffinierten und teilraffinierten Zucker ... 2. Vollkorngetreide plus raffinierter Zucker ist gleich Gift In der zweiten Regel geht es ebenfalls um den weißen oder braunen Zucker und zwar in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln. Wenn man daher einmal weißen oder braunen Zucker in irgendeinem Produkt zu sich nimmt oder in einem Essen angeboten bekommt, sollte man zumindest darauf achten, dass der voll- oder teilraffinierte Zucker nicht mit Vollkorngetreide, Nüssen oder Ölsamen, wie Mandeln, Haselnüssen, Walnüssen, Sonnenblumenkernen oder Sesamsamen, zusammen gegessen wird. Denn Vollkorngetreide sowie alle Nüsse und Ölsamen vertragen sich im Magen-Darm-Trakt absolut nicht mit weißem oder braunem Zucker. Durch solche Kombinationen kommt es zu messbaren bioelektrischen Spannungen im Verdauungstrakt mit der Folge von Unwohlsein bis hin zu vielerlei Magen-Darm-Beschwerden, wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Sodbrennen. Die Darmflora Störungen, die durch solche Kombinationen entstehen, sind noch stärker als vom raffinierten Zucker allein oder wenn er mit tierischen Nahrungsmitteln oder anderen pflanzlichen Lebensmitteln, wie Obst oder Gemüse, kombiniert wird.
Meiden Sie daher möglichst Vollkornbrot mit Marmelade oder anderen
Süßspeisen, die raffinierten oder teilraffinierten Zucker enthalten,
alle Vollkorn- und Nusskuchen mit raffiniertem Zucker sowie
zuckerhaltige Süßspeisen zu oder nach einem Essen aus Getreide, Nüssen
oder Ölsamen. Eine Weißmehlsemmel mit konventioneller Marmelade oder
ein Weißmehlkuchen mit raffiniertem Zucker sind zwar keineswegs gesund,
sie schädigen die Darmflora jedoch nicht so stark wie die Kombination
von raffiniertem Zucker mit Vollkorngetreide. (Walter Sommer
und Wandmaker betonen: Getreidestärke muss im Mund mit Ptyalin "vor
verdaut" werden, dieses kommt nur im Mund vor. Wenn Zucker oder Süßes
mit dem Brot oder der Stärke vermischt im Mund ist, wird die
Ptyalinzugabe gestoppt durch das Signal: bereits süß! - die Verdauung
kann dann nicht mehr vollständig sein). 3. Darmpilze durch Getreide oder Gemüse plus saure Früchte Wer bereits keinen raffinierten Zucker mehr isst, kann dennoch viele Fehler in der Ernährung machen, da es einige Lebensmittelkombinationen gibt, die zu denselben bioelektrischen Magen-Darm-Spannungen und Darmflora Störungen führen wie die Kombination von raffiniertem Zucker mit Vollkorngetreide, Nüssen oder Ölsamen. Lebensmittel, die (abgesehen von einem mehr oder weniger großen Wassergehalt) überwiegend aus komplexen, das heißt langkettigen Kohlenhydraten bestehen, vertragen sich nämlich nicht mit sauren Früchten in derselben Mahlzeit. Das betrifft vor allem alle Getreidesorten und deren Produkte, wie Brot, Nudeln oder Kuchen, die getreideähnlichen Samen Quinoa, Amaranth und Buchweizen sowie Kartoffeln, Maronen und sämtliche Gemüsesorten. Diese Lebensmittel sollten daher nie mit fruchtsäurereichen Früchten oder Fruchtsäften zusammen gegessen werden. Der Magen sollte wieder absolut leer sein – was je nach der verzehrten Mahlzeit zwischen 30 Minuten und 6 Stunden dauern kann – bis man zum Beispiel nach einem Getreidegericht saures Obst oder fruchtsäurereiche Säfte zu sich nehmen kann. Viel gesünder ist es, saures Obst früh morgens zu essen, eine gewisse Zeit zu warten und erst dann Brot oder ein Getreidemüsli zu sich zu nehmen. Ein morgendlicher Obstsaft hat nach ungefähr 30 Minuten den Magen wieder verlassen. Nach zwei Äpfeln und ein oder zwei Bananen sollte man hingegen schon 45 Minuten warten. Isst man dazu jedoch auch Nüsse oder Ölsamen, kann sich die Wartezeit zur nächsten Mahlzeit je nach der verzehrten Menge bereits auf zwei bis vier Stunden ausdehnen, da die fett- und eiweißreichen Nüsse und Ölsamen wesentlich länger im Magen liegen als das Obst für sich allein. Ein Müsli sollte daher niemals saure Früchte enthalten. Dazu zählen auch Äpfel, Pflaumen, ...! Säurearme Früchte passen hingegen viel eher zum Vollkorngetreide. Dazu gehören Bananen, süße Aprikosen, Birnen, Datteln, Feigen, Weinbeeren, Rosinen, Papayas und reife Mangos. Und anstelle eines Apfel- oder Zwetschgenkuchens (=viel Säure) mit Vollkornmehl backen Sie besser einen Bananen- oder Birnenkuchen.
Salate macht man aus demselben Grund nicht mit Zitronensaft an,
sondern mit Essig (Obstessig, Wein- und Branntweinessig). Denn
Essigsäuren vertragen sich grundsätzlich wesentlich besser mit Getreide
und Gemüse in einer Mahlzeit als Fruchtsäuren. Es gibt zwar auch einige
fruchtsäurereichere Gemüsesorten, wie Tomaten oder Blumenkohl, in der
Kombination mit Getreide oder deren Produkten wirken sich diese jedoch
nicht negativ aus. Denken Sie bezüglich dieser Kombinationsregel bitte
auch daran, 4. Darmflora Störungen durch rohes Getreide oder rohe Nüsse mit Salz Neben diesen schon etwas bekannteren Ernährungsrichtlinien gibt es noch eine vierte, kaum bekannte Regel, die ebenfalls von großer Bedeutung für unsere Darmflora und Gesundheit ist. Es handelt sich um die Kombination von rohem Getreide sowie rohen Nüssen und Ölsamen zusammen mit anorganischen (nicht pflanzlich oder tierisch gebundenen) Salzen, insbesondere mit Kochsalz beziehungsweise natur belassenem Meer-, Stein- oder Siedesalz. Alle rohen Samen im ungekeimten und gekeimten Zustand vertragen sich nicht mit anorganischen Salzen in einer Mahlzeit. Das betrifft alle rohen Getreidesorten sowie getreideähnlichen Samen, alle rohen Nüsse und Ölsamen, alle rohen Hülsenfrüchte aber auch kleinere Keimsaaten, wie Alfalfa, Senf- und Kressesamen. Die Kombination von Salz oder anderen anorganischen Mineralsalzen, wie zum Beispiel Natron, mit solchen Lebensmitteln kann ebenfalls starke Magen-Darm-Störungen verursachen. Die meisten im Handel befindlichen Getreideflocken kann man zwar nicht gerade zur Rohkost zählen, da sie vor dem Walzen in der Regel mit Wasserdampf behandelt werden. Jedoch sind sie noch so roh, dass sie sich nicht mit Salz in einer Mahlzeit vertragen – es sei denn, Sie kochen daraus einen Getreidebrei. Möchten Sie daher morgens ein Müsli essen, sollte es einerseits nur fruchtsäurearme Früchte enthalten und andererseits sollte nichts Salziges dazu oder danach gegessen werden. Also keinesfalls ein Käsebrot nach einem Müsli. Warten Sie mit salzigen Lebensmitteln immer so lange, bis der Magen wieder leer ist und Sie wieder Hunger verspüren. Das sind nach einem nicht all zu großen Müsli ungefähr vier Stunden. Umgekehrt sollten Sie zwischen den normalen Mahlzeiten auch keine rohen Nüsse oder Ölsamen essen, wenn der Magen noch mit der Verdauung von salzhaltigen Lebensmitteln beschäftigt ist. Geröstete oder im Brot mit gebackene Nüsse, Sesamsamen, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne sind natürlich ebenso wenig roh wie geröstete und gesalzene Erdnüsse oder Pistazienkerne. Eine besonders bei Kindern beliebte Speise sind Pfannkuchen. Getreidefladen, so genannte Chapatis, isst man hingegen vor allem in fernöstlichen Ländern gerne. Leider werden sowohl Pfannkuchen als auch Chapatis – vor allem wenn sie aus Vollkornmehl zubereitet werden – häufig nicht lange genug erhitzt, so dass sie sich nicht optimal mit Salz vertragen. Wenn Sie deshalb zu den Pfannkuchen oder Getreidefladen Salz essen wollen, sollten Sie die Backzeiten bei etwas niedrigerer Temperatur auf mindestens die doppelte Länge erhöhen. Ein Tipp für Naschkatzen: Falls Sie ganz normal zu Abend gegessen haben und ein oder zwei Stunden später noch etwas Gesundes naschen wollen, essen Sie bitte keine Orangen oder andere saure Früchte, sondern wählen Sie lieber ein paar süße Feigen oder Datteln. Möchten Sie lieber ein paar Nüsse knabbern, wählen Sie in diesem Fall anstelle von rohen Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen ein paar geröstete Nüsse oder Ölsamen, die natürlich auch gesalzen sein dürfen. Essen Sie nach einer normalen Brotzeit dennoch saure Früchte oder rohe Nüsse und Ölsamen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie aufgrund der starken Darmflora- und Stoffwechselstörungen, die dadurch entstehen, morgens mit Kopfschmerzen, Zerschlagenheitsgefühlen, Rücken- oder Nackenverspannungen aufwachen. (Wie diese Symptome entstehen, habe ich ausführlich im Kapitel 17 in „Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung, Gesund und allergiefrei“ erklärt.) 5. Ohne Salz keine Magensäure Neben diesen vier Grundregeln einer gesunden Ernährung gibt es noch diese wichtige Voraussetzung für ein gesundes Leben: das Kochsalz beziehungsweise Meer- oder Steinsalz. Salz ist in den letzten Jahrzehnten sowohl unter vielen Medizinern als auch in bestimmten ernährungswissenschaftlichen Kreisen in Verruf geraten. Einerseits liegt das vor allem daran, dass es sich erfahrungsgemäß nicht mit rohem Getreide sowie rohen Nüssen und Ölsamen zusammen in einer Mahlzeit verträgt. Andererseits hatte man lange Zeit geglaubt, dass bereits normale Salzmengen von durchschnittlich drei bis fünf Gramm pro Tag bei einer erwachsenen Person den Blutdruck erhöhen können und somit die Entstehung von Arteriosklerose fördern. Letzteres ist mittlerweile in den USA wissenschaftlich widerlegt worden, wenn auch vor einem zu hohen Kochsalzverzehr nach wie vor gewarnt wird. Außer bei bestimmten Herz- und Nierenerkrankungen gibt es also keine besonderen Indikationen für eine besonders salzarme Diät.
Oft werde ich gefragt, ob
anorganische Salze wie Natriumchlorid (= Salz) überhaupt vom
Körper verwertet werden können. Es ist eine natur- und
erfahrungswissenschaftliche Tatsache,
dass in Flüssigkeiten aufgelöstes
Salz hervorragend im Dünndarm resorbiert und auch im Stoffwechsel
verwertet werden kann. Das betrifft im Großen und Ganzen auch alle
anderen wasserlöslichen anorganischen Mineralsalze, wie das
Kalziumkarbonat oder Eisen(II)-Sulfat. Würden diese Mineralverbindungen
nicht vom Körper verwertet werden, könnte man zum Beispiel mit
entsprechenden Eisenpräparaten nicht den Eisengehalt der roten
Blutkörperchen bei entsprechenden Eisenmangelanämien positiv
beeinflussen! Salz ist für unseren Stoffwechsel sehr wichtig. Warum, erklärt uns die Biochemie: Kochsalz ist reines Natriumchlorid. Lösen wir das Salz in Wasser oder anderen wässrigen Flüssigkeiten auf, zerfällt es in Natrium- und Chlorid-Ionen (Ionen sind gelöste und elektrisch geladene Teilchen). Diese erfüllen nun viele wichtige Funktionen in unserem Körper und sind für einen gesunden Stoffwechsel unentbehrlich (Ausführlich erklärt in den Büchern von Dr. Batmanghelidj). Chlorid-Ionen spielen unter anderem eine entscheidende Rolle bei der Magensaftproduktion. Aus ihnen entsteht nämlich in bestimmten Magendrüsenzellen Salzsäure beziehungsweise Magensäure. Die Magensäure ist nun entscheidend an der Zerlegung von Nahrungseiweißen im Magen beteiligt. Sie leitet die Eiweißverdauung ein, indem sie die Eiweiße aus dem Nahrungsbrei heraustrennt. Diesen ersten Verdauungsschritt der Eiweiße nennt man daher Ausfällung der Proteine (= Eiweiße). Die Eiweiß spaltenden Enzyme des Magens und der Bauchspeicheldüse zerlegen das ausgefällte Eiweiß dann in seine Einzelbausteine, die so genannten Aminosäuren. Diese werden schließlich im Dünndarm ins Blut resorbiert und der Körper baut daraus dann sein (art)eigenes Eiweiß auf. Fehlt die Magensäure oder wird sie zu wenig gebildet, wird die Eiweißverdauung bereits von Anfang an blockiert oder behindert. Wer daher eiweißreiche Lebensmittel verdauen will, braucht auf jeden Fall viel Magensäure und somit eine entsprechende Menge Salz im Körper. Ernähren wir uns hingegen von sehr eiweißarmen Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse oder Kartoffeln, benötigen wir indes kaum Magensäure, um diese Lebensmittel zu verdauen. Problemlos könnten wir uns dann sogar ohne zusätzliches Koch- oder Meersalz ernähren. Wir würden zwar nach wenigen Wochen bis Monaten kaum noch Magensäure bilden, was jedoch bei einer konsequenten Ernährung mit Obst und Gemüse keine gravierenden Störungen nach sich zieht. Sobald wir jedoch zusätzlich eiweißreichere Lebensmittel essen, wie Getreide (enthält bis zu 15 % Eiweiß) oder auch Nüsse und Ölsamen (enthalten bis zu 28 % Eiweiß), werden je nach der verzehrten Menge mehr oder weniger starke Verdauungsbeschwerden und Darmflorastörungen mit einer Vielzahl weiterer Störungen entstehen. Nicht verdautes Eiweiß beginnt nämlich im Darm zu faulen, wodurch die Darmflora erkrankt und das Pilzwachstum gefördert wird. Je intensiver dieser Fäulnisprozess ist, desto stärker sind die Darmflorastörungen und der Pilzbefall und desto mehr giftige Fäulnisprodukte entstehen im Darm, die eine enorme Belastung für die Entgiftungsorgane Leber und Nieren darstellen und den Stoffwechsel stark übersäuern.
Ich
warne daher ausdrücklich vor einer salzlosen oder extrem salzarmen
Ernährungsweise,
wenn man nicht regelmäßig größere Mengen
relativ salzhaltiger Gemüsesorten isst (siehe Kasten). Wer sich daher überwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln ernährt, die mit wenigen Ausnahmen kaum Salz (Natriumchlorid) enthalten, sollte ganz besonders auf eine zusätzlich Salzzufuhr achten. Denn je geringer die Menge der Chlorid-Ionen im Körper ist, desto weniger Magensäure wird gebildet! Neben der großen Bedeutung der Magensäure für die Eiweißverdauung soll an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass sie noch drei weitere wichtige Funktionen erfüllt, weshalb es durchaus erstrebenswert ist, eine optimale Magensäurebildung zu haben:
Zum einen hat Magensäure eine antibakterielle Wirkung (hindert
Keime in den Darm weiterzuwandern),
Verwenden Sie anstelle vom raffinierten Kochsalz (Chemie aus der Fabrik) natürliches Meersalz (je grob-körniger, desto besser). So führen Sie Ihrem Körper neben dem Natriumchlorid und vielen weiteren Mineralien und Spurenelementen auch eine Menge Magnesium zu. Denn Meersalz enthält zu 2 bis 3,8 Prozent Magnesium, das ebenso wie die Natrium- und Chlorid-Ionen im Darm resorbiert werden kann. Mit fünf Gramm Meersalz nimmt man dadurch 100 bis 190 mg Magnesium auf – eine beachtliche Menge, wenn man von einem Tagesbedarf von 350 mg für eine erwachsene Person ausgeht. Da das Magnesium außerdem ein Gegenspieler vom Blutdruck erhöhenden Natrium ist, können bei der Verwendung von Meersalz ebenso wie bei Meerwassertrinkkuren sogar blutdrucksenkende Wirkungen beobachtet werden. 6. Krank durch eine Verdauungsschwäche Trotz Beachtung und Einhaltung dieser Erkenntnisse und Kombinationsregeln gibt es immer mehr Menschen (Babys, Kinder und Erwachsene), die unter mehr oder weniger starken Verdauungsbeschwerden, Darmflorastörungen und Darmpilzen, Allergien und vielen weiteren Symptomen leiden. Die Ursache ist in den meisten Fällen eine toxische Belastung des Körpers ..., wodurch nicht nur Allergien entstehen, sondern immer häufiger auch die Bauchspeicheldrüse in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn je stärker ein Organ mit Giften belastet ist, umso schlechter arbeitet es. Die Folge ist eine zunehmende Funktionsschwäche, was sich natürlich negativ auf den gesamten Stoffwechsel auswirkt. Welche Aufgaben erfüllt nun die Bauchspeicheldrüse und warum ist sie so bedeutsam für unseren Stoffwechsel? Die Bauchspeicheldrüse liegt im linken Oberbauch und hat im Wesentlichen zwei Funktionen: Die erste betrifft die hormonelle Steuerung des Zuckerstoffwechsels, welche jedoch bei den meisten Menschen infolge der toxischen Belastung des Körpers mit Umweltgiften oder chemisch-pharmazeutischen Medikamenten weniger schnell erkrankt. Die bekannteste Krankheit des Zuckerstoffwechsels ist der Diabetes mellitus, bei der das Hormon Insulin nicht mehr ausreichend gebildet wird. Die zweite Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse ist gestörte Enzymproduktion. Denn neben den Hormonen Insulin und Glukagon produziert sie auch eine Menge Verdauungsenzyme für die Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydrataufspaltung, die zusammen mit der Galle in den oberen Dünndarm abgegeben werden. Besonders jene Zellen, welche die Eiweiß spaltenden Enzyme produzieren, reagieren äußerst sensibel auf die toxischen Einflüsse unserer heutigen Zeit, weshalb immer mehr Menschen unter einer Eiweißverdauungsschwäche leiden. Je stärker diese Verdauungsschwäche ist, desto schlechter können eiweißreiche Lebensmittel verdaut werden. Dass mittlerweile mindestens jeder zweite Deutsche von einer derartigen durch die Pankreasdrüse bedingten Verdauungsschwäche betroffen ist, wissen wir aufgrund unserer privaten Statistik, da wir ein Untersuchungsverfahren entwickelt haben, womit man solche Störungen eindeutig feststellen kann. Mindestens 80 Prozent der Betroffenen leiden daher unter einer Schwäche der Eiweißverdauung, zirka 10 bis 20 Prozent weisen eine verminderte Kohlenhydratverdauung auf und bei 5 bis 10 Prozent ist die Fettverdauung gestört. Natürlich sind auch Mischformen möglich. Die Folgen derartiger Verdauungsschwächen sind identisch mit dem bereits beschriebenen Magensäuremangel: Wird mehr gegessen als verdaut werden kann, fault (Eiweiße), gärt (Kohlenhydrate) oder verseift (Fette) die Nahrung im Darm. Die Darmflora erkrankt, Pilze können entstehen und die Fäulnis- oder Gärungsprodukte belasten und übersäuern den Körper. Da derartige Störungen die Wurzeln vieler chronischer Krankheiten sind, ist eine gesunde Verdauungskraft des Magens und der Bauchspeicheldrüse sowie eine normale Gallenbildung in der Leber von zentraler Bedeutung für die Gesundheit des Menschen. Denn: Die gesündeste Nahrung kann zu Gift werden, wenn sie nicht richtig verdaut wird! Viele Jahre hatte ich geforscht, um herauszufinden, wie man auf natürliche Art und Weise solche Störungen des Stoffwechsels wieder normalisieren kann. 1992 stieß ich schließlich auf die Aufbau- und Entgiftungskräfte von rohen Nüssen und Ölsamen, sowie von rohem angekeimtem Getreide, womit man nicht nur den ganzen Körper von allen Umweltgiften, chemisch-pharmazeutischen Medikamenten und Stoffwechselendprodukten befreien kann, sondern sich auch sämtliche Verdauungsfunktionen des Magens, der Bauchspeicheldrüse und der Gallenbildung in der Leber regulieren lassen. Wer daher mit dieser Methode den Körper entgiftet und seine Verdauungskraft normalisiert hat, wird wieder alle gesunden Lebensmittel in normalen Mengen essen können ohne mit irgendwelchen Symptomen darauf zu reagieren. Die Darmflora regeneriert sich von ganz allein, denn es gibt keine gesündere Nahrung für die Dünn- und Dickdarmflora als eine gut kombinierte, ... Nahrung, wenn diese verdaut werden kann. Dennoch wird es all jenen, die verdauungskraftbedingte Magen-Darm-Beschwerden haben, schon deutlich besser gehen, wenn sie nicht zwei oder drei große Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen, sondern fünf bis sechs kleinere. Die Fäulnis oder Gärung der Nahrung wird dadurch auf jeden Fall verringert, was sich positiv auf die Darmflora und das allgemeine Wohlbefinden auswirkt. ... Tiermilch ist keinesfalls eine ideale Nahrung für Kinder und Erwachsene, da sie zur optimalen Verdauung eigentlich einen Labmagen benötigt, den nur Säuglinge und Kälber haben. Dennoch kann man sie recht gut mit Honig zusammen verzehren (als Schlafmittel), wenn keine Milchzuckerunverträglichkeit oder Milcheiweißallergie vorliegt. (Vorsicht vor den Wachstumshormonen in Milch, und zu vielen KH = Zucker) Bitte bedenken Sie: Obst und Gemüse haben nur dann eine basenüberschüssige Wirkung, wenn diese Lebensmittel nicht falsch kombiniert werden. ... Falls Sie diese in einer Mahlzeit mit Brot oder Nudeln (oder raffiniertem Zucker) zusammen essen, entstehen dadurch derart starke Stoffwechselstörungen, dass vom ursprünglichen Basenüberschuss der Früchte nichts mehr übrig bleibt. Wenn unser Körper wirklich gesund sein soll, müssen neben den wichtigsten Organen auch alle Hormondrüsen optimal funktionieren. Nun gibt es jedoch einige Drüsen, die mit zunehmendem Alter (und auch wegen KH-Übergenuss) immer schlechter arbeiten. Die Thymusdrüse ist beispielsweise bei den meisten Menschen bereits im Alter von 50 Jahren so weit geschrumpft, dass Sie fast keine Hormone mehr produziert. Dabei spielt sie unter anderem für das Immunsystem eine bedeutende Rolle. Schlussgedanke: Eine gesunde Ernährung gehört zu den wichtigsten Grundlagen unserer Gesundheit. Darüber hinaus kann sie zu unseren stärksten Heilmitteln werden und sie kann sogar das Altern verlangsamen. Keinesfalls sollte sie jedoch zu einer Ersatzreligion werden. Denn für die seelisch-geistige Entwicklung des Menschen bleibt sie immer nur eine sekundäre Angelegenheit. Wenn wir deshalb erkannt haben, wie wir uns gesund ernähren können, und wir möglicherweise durch die Anwendung dieses Wissens unsere körperlichen Beschwerden verloren haben, sollten wir den wahren Zielen des Lebens entgegenstreben. Sieben Ernährungsregeln im Überblick Diese sieben Grundregeln sollten Sie kennen und beachten, wenn Sie sich nicht nur optimal ernähren, sondern vielleicht sogar „gesund essen“ möchten: 1. Meiden Sie jeden raffinierten Zucker (Tafelzucker), ein Chemieprodukt ohne Mineralien. 2. Vermeiden Sie die Kombinationen von raffiniertem Zucker mit rohem Vollkorngetreide, Nüssen, Ölsamen oder Obst (falsches Signal an die Verdauung) 3. Kombinieren Sie nie Getreide (Brot) oder Gemüse mit sauren Früchten (Obstsäuren). 4. Essen Sie kein rohes Getreide oder rohe Nüsse zusammen mit Salz. 5. Salz: Für eine optimale Magensäurebildung benötigen Erwachsene 3 - 5 Gramm Natursalz pro Tag. 6. Verdauungskraft stärken! Sie ist die Wurzel unserer Gesundheit (siehe: Stefan Schaub).
7. Achten Sie auf eine vitalstoffreiche und lebendige
Nahrung (Frischkost
Obenstehender Artikel stammt (leicht gekürzt) aus der Website: http://www.mueller-burzler.de 03.05.2006 Über Gefahren bei veganer und vegetarischer Ernährung: vegan, ein Irrweg.pdf Über Sodbrennen, saures Aufstoßen, Reflux: reflux.pdf
Müller-Burzler,
Henning
"Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung. Gesund und
allergiefrei"
4. Auflage 2006; ISBN:
3-89385-437-1
(Wertvolles über die Stärkung der Verdauung, die Notwendigkeit von Salz,
Verdauungskraft und richtiger Nahrungskombination,
aber zu radikal vegetarisch, stark esoterisch gefärbt)
Schaub, Stefan „Die Krankheitsfalle. Wie Sie sich befreien und wieder gesund werden“ 2009; 184 Seiten; ISBN: 978-3-907547120 Schaub-Institut ; Low-Carb: Halte deinen Blutzuckerspiegel konstant. (Titel vorher: "Ernährung plus Verdauung = Gesundheit")
Schaub,
Stefan "Gesunde Nahrung für Kinder und Eltern.
Zappelphilipp, Pummelchen..." Die kohlenhydrat- und säurearme
Ernährung. 174 Seiten; Pro Salute: 2009;
ISBN: 978-3-907 547 113
ders.:
"Die gute Figur"; siehe:
Schaub-Institut-Bücher
Worm, Dr. Nicolai „Syndrom X oder: Ein Mammut auf den Teller. Mit Steinzeitdiät aus der Wohlstandsfalle" Das metabolische Syndrom! 7. überarbeitete Auflage: 2008; 280 Seiten; ISBN: 978-3927372238 (Pflichtlektüre; Kult-Buch: Wissenschaftlich klar gegen Vegetarismus. LOGI-Methode geht nach GLYX)
Gottschall,
Elaine "Morbus Crohn und
Colitis Ulcerosa:
Endlich neue Chancen..."
TRIAS-Verlag:
2004;
ISBN: 38304-3266-6
(bei Magen- Darmproblemen:
meide
Polysaccharide/Stärkemehle
= meide Getreide, Hülsenfrüchte, Milchzucker).
Die engl. Originalausgabe ist besser:
Jonsson, Ursula "Die Basisallergie. So heilen Sie sich selbst von chronischen Krankheiten" Books on Demand, ISBN 978-3833417986 www.basisallergie.de (Kuhmilch- und Getreide-Unverträglichkeit - "Flaschenkinder" wurden durch "Beikost" geschädigt) Cordain, Dr. Loren "Das GETREIDE - zweischneidiges Schwert der Menschheit. Unser täglich’ Brot macht satt, aber krank; Ernährung mit Getreideprodukten kann die Gesundheit ruinieren; Vitamin- & Mineralstoffmängel, Störungen im Fettstoffwechsel, Autoimmunkrankheiten & Allergien, Schizophrenie & neurologische Störungen, Koronare Herzerkrankungen & Krebs, Osteoporose & Karies" 2004; ISBN: 978-3929002355 (Brotgicht: Übersäuerung, Gelenke…) Lutz, Dr. med. Wolfgang „Leben ohne Brot. Grundlagen der kohlenhydratarmen Ernährung“ 16. Auflage 2007; ISBN: 978-3887601003. 259 Seiten (durch das Aufkommen des Ackerbaus verzehren wir zu viele KH; Lutz ist Pionier der Low-Carb-Bewegung) Bond, Geoff "Natural Eating. …essen was der Körper braucht" Geoff Bond (Gut über Essens-Kombinationen; leider veraltete Ansicht über Fette) Rosendorf, A. "Neue Erkenntnisse in der Naturheil-Behandlung" 168 Seiten; Lorber & Turm: 11/1994; ISBN: 978-3799901772 (Grundursache der meisten Krankheiten sind Magen und Darm = Verdauung) Rollinger, Maria "Milch besser nicht" 2. aktualisierte Auflage 2007; ISBN: 978-3-940236-00-5; www.milchlos.de http://www.wai.biomedizin-online.info/ (Die Verarbeitung ruiniert die Milch - allein frische Rohmilch ist für manche Menschen erlaubt) Lajusticia Bergasa, Ana M. "Kampf der Arthrose" 24. Auflage 2004; ISBN: 978-3850681391. Furunkel, Hautprobleme, Verkalkung… geheilt mit gleichzeitig: Proteine + Mg + Vitamin C Siehe: Magnesium.pdf Gienger, M. + Glaser G. "SALZ. Nahrungsmittel, Heilmittel oder Gift? Über den richtigen Umgang mit einer lebensnotwendigen Substanz" Neue Erde Verlag, Saarbrücken: 2003 www.neueerde.de
Humble, Jim "MMS: Der Durchbruch. Ein
einfaches Mineralpräparat wirkt wahre Wunder bei Malaria
…
und vielen anderen Krankheiten"
ISBN: 978-3-9810318-4-3,
260 Seiten (MMS1 wirkt bei pathogenen Keimen, Viren, Mikroben,
Bakterien, Pilzbefall, Krebs/Blutparasiten, Diabetes...)
von
Haller, Albert "Gefährdete Menschheit. Ursache und Verhütung der Degeneration“
Hyppokrates, 10. Aufl., ISBN: 978-37773-1698-7
(Berichte von Dr. Price: Frische Nahrungsmittel verhüten Degeneration,
denaturierte machen krank)
Ford, Robert S.
"Nahrungsmittel die entschlacken. Ursache und Behandlung der verstopften
Arterien..." Uhldingen: 1992,
vergr. (Du brauchst FRISCHE Nahrung. Ford ist
total gegen Backwaren,
Mehl, Milch aus der Molkerei... solche ist nie frisch) Leseprobe:
Arteriosklerose.pdf Mehr darüber: http://josef-stocker.de/ Die ganze Bücherliste als pdf-datei |